13.03 14:00 19. Kreis-Imkertag in Teising – Bericht

Ferdinand Drexler, LVBI Bezirksvorsitzender von Oberbayern hat die Veranstaltung um 14:00 eröffnet. Herr Heuwieser, stellvertretender Landrat des Landkreises Altötting sicherte der Imkerschjaft weiterhin Unterstützung zu - der Landkreis beteiligt sich an den Kosten der Belegstelle und fördert die Abgabe von Varroamitteln. Erwünscht sich mehr junge Imker und sprach uns Imkern den Dank für unser Engagement aus.

Herr Drexler, stellv. Landrat Heuwieser, Herr Poller
Herr Drexler (LVBI), stellvertretender Landrat Heuwieser, Herr Poller (VBB)
Imkermeister Ingmar Kummrow
Imkermeister Ingmar Kummrow

Anschließend hielt Imkermeister Ingmar Kummrow, Zuchtobmann von Oberbyern einen Vortrag über Königinnenzucht mit Auslese zur Varroa-Toleranzzucht.

Im Unterschied zur Vermehrung, die dem Erhalt der Völkerzahl als Überwinterungsreserve und über die Entnahme von Brutwaben der Schwarmkontrolle, der Varroareduzierung und Bauerneuerung dient, zielt die Zucht darauf ab, definierte Merkmale genetisch zu verankern.

Züchten heißt

  • Zuchtziele definieren
  • Aufzeichnungen führen und Zuchtvölker bewerten, vergleichen und auswählen
  • Königinnen auf Belegstellen kontrolliert anpaaren lassen
  • Eigene Bewertung in das Programm der internationalen Zuchtwertschätzung (www.beebreed.eu) eingeben
  • Töchtervölker kören und zur Leistungsprüfung auf staatlichen Prüfhöfen - die es nur hier in Bayern gibt! - schicken.

Man möchte sanftmütige, wabenstete, schwarmträge und leistungsfähige Völker. Dazu kommt noch als wichtiges Kriterium die Auslese vitaler und krankheitstoleranter Linien.

Neben anderen Bienenkrankheiten ging Herr Kummrow insbesondere auf die Varroose ein und beschrieb anschaulich wie der Züchter ein gutes Hygieneverhalten - das Ausräumen befallener Brutzellen - durch den sogenannten Nadeltest erkennen kann.

Nadeltest - Schablone für die Anwendung
Nadeltest - Schablone für die Anwendung
Nadeltest - Set
Nadeltest - Set

Zur Zucht sollen bevorzugt Völker verwendet werden, die im Vergleich zu anderen eine möglichst flache Varroabefallskurve aufweisen. Dazu eignet sich eine dreimalige Befallskontrolle über Varroaschieber zur Salweidenblüte (Mitte März) und im Juni eine erneut dreimalige Kontrolle mittels Puderzucker- oder Auswaschmethode.

Ein entscheidender Faktor ist die gute Dokumentation mit Stockkarten und speziellen Datenblättern zu Nadeltest und Varroabefall. Wer sich züchterisch engagieren möchte, sollte daher Freude am gewissenhaften, sorgfältigen Arbeiten haben! Herr Kummrow empfiehlt, sich einem Züchterkreis an zu schliessen oder selbst mit interessierten Imkern zu gründen.

Am Samstag, den 19. März 2016 findet die Oberbayerische Züchtertagung im Hotel-Gasthof Maisberger in Neufahrn bei Freising, Bahnhofstraße- Interessierte sind herzlich eingeladen.