August

Das Bienenjahr neigt sich dem Ende zu - Varroabekämpfung und Auffüttern - Kunstschwärme bilden

Varroabekämpfung - Auffüttern

Jetzt werden die Weichen gestellt! Nach dem Abschleudern werden die Völker mäßig aufgefüttert - das Brutnest darf nicht verhonigen, damit genügend Winterbienen erbrütet werden können! Kontrollieren ob offenes Futter vorhanden ist. Solange das Futter noch verbrütet wird können wasserbesprühte Melezitose-Waben über der teilweise zurückgeschlagenen Folie in einer eigenen Zarge verfüttert werden.

Nach der ersten Varroabehandlung im Juli den Befall laufend kontrollieren. Dazu den natürlichen Totenfall auf dem Einschub mit geöltem Küchentuch auszählen oder den Befall auf den Bienen mit der Puderzuckermethode ermitteln.

Nach der Behandlung werden die Völker nochmals langsam aufgefüttert und eine mindestens 4wöchige Behandlungspause eingehalten. Jetzt werden die Winterbienen erbrütet, das Brutnest darf nicht verhonigen!

Im September werden alle Völker nochmals mit Ameisensäure behandelt und auf den notwendigen Wintervorrat aufgefüttert - jetzt darf keine Melezitose mehr verfüttert und eingelagert werden!

Kunstschwärme - Völkervereinigung

Nach bzw. während dem Abschleudern kann man aus den Honigraumbienen von 2 bis 3 Völkern noch Kunstschwärme bilden, die eine neue Königin sicher annehmen. Im August müssen solche Kunstschwärme mindestens 2 kg Bienen umfassen, damit das Volk noch auf Überwinterungsstärke kommt. Die Kunstschwärme werden, weil brutlos, mit Milchsäure gegen aufsitzende Varrooen behandelt.

Müssen schwache oder weisellose Völker vereinigt werden, dann sollte immer Altvolk mit Altvolk und Jungvolk mit Jungvolk vereinigt werden. Sonst wird eine eventuelle Belastung eines Altvolkes mit Milben, Viren und anderen Krankheiten unnötig an ein eher schwach belastetes Jungvolk weitergegeben.