„Nachwuchs gesucht“ - dieses Motto stand bereits auf der Tagesordnung unserer letztjährigen Jahreshauptversammlung des Bienenzuchtvereins Taufkirchen. Und dass es um den Imkernachwuchs in Taufkirchen und Umgebung nicht schlecht bestellt ist, zeigt das große Interesse an unserer angebotenen Ausbildung. Schon bei der Vorstellung dieser „Lehre“ waren wir (die Vorstandschaft) uns bewusst, dass dieses Angebot angenommen wird. Die Ausbildung begann mit zwei theoretischen Kursen im Februar und März, in denen sehr viel Interessierte von Sebastian Grill auf die Arbeit der Bienen und Imker vorbereitet wurden. Seit April trafen sich nun 20 Jungimker wöchentlich um praktisch mit ihren Imkerpaten Hajo Helms und Elisabeth Stuiber das Imkern zu lernen. Die Beiden ermöglichten es auch, dass an deren Wirtschaftsvölkern geschleudert werden konnte. Anfangs Juni bildeten wir auch Ableger (Jungvölker), dafür wurden 32 Brutwaben von Vereinsmitgliedern für 23 Ableger gespendet! - Hier ein herzliches Dankeschön an die Spender!! Die Ableger stellten wir in Galned/Taufkirchen auf. Beim Galneder Konrad erfahren wir große Unterstützung, denn er stellt den Platz für die Ableger auf seinem Hof zur Verfügung, säte extra einen Blühstreifen an und baute auch ein Feld mit einer Blühmischung für Bienen an. Hier treffen sich die Jungimker regelmäßig. Dabei ist es selbstverständlich, dass nach getaner Arbeit bei einer Kaffeepause eigentlich nur über die Bienen gesprochen wird. Aus den Ablegern werden bis zur Einwinterung starke Völker. Im März nächsten Jahres bekommt dann jeder Jungimker nach der Auswinterung ein Volk um eigenständig imkern zu können, dabei stehen natürlich auch weiterhin die beiden Imkerpaten und der Bienenzuchtverein hilfreich zur Seite.

Fleißig halfen Groß und Klein bei der Ablegerbildung im Juni mit. Da wimmelte es nur so von verwirrten Bienen, gar manchem Anfänger wurde da ganz mulmig zumute. Aber nach einigen Stunden war alles wieder völlig ruhig, und die Bienen fanden sich gut in ihrem neuen Zuhause zurecht.

Unser Verein war wieder fleißig unterwegs, um den Kindern das Thema Bienen näher zu bringen. So besuchte die erste und zweite Klasse der Grundschule Taufkirchen/Oberneukirchen mit Frau Valta und Frau Ring die Imkerin Meier Anna um mehr über Bienen zu erfahren. Unser zweiter Vorstand der Kaltner Ferdinand unterstützte die Anna, denn bei soviel Kindern gehen die Fragen nicht aus. Anna hat vor kurzem erst ein kleines Bienenhaus in ihrem Garten aufgestellt, das die Kinder natürlich neugierig besichtigten. Sie konnten beim Schleudern zuschauen und viel von dem guten Honig naschen. Zum Schluß gabs noch ein gutes Honigbrot für alle Anwesenden.

Ein bisschen groß, der Schleier für die Hanna, aber das hielt kein Kind davon ab, nicht auch das Ding mal aufzusetzen.

Den Kindergarten und die Kinderkrippe besuchte Imkerin Josefa Fill. Im Kindergarten wurde das Thema extra vorher durchgesprochen, so dass die Kinder schon etwas vorbereitet waren. Das Interesse war riesengroß, aber am interessantesten war dann, als die Imkerpfeiffe im Garten angezündet wurde, und jedes Kind rein blies - man kann schon sagen, bis diese fast glühte. :-). In der Krippe faszinierte die ganz Kleinen das Honigschlecken direkt aus der Wabe, und das "spielen" mit den mitgebrachten Drohnen. Während im Kindergarten die Kinder schon ca. 1,5 Std konzentriert waren, reichten 30 Min in der Krippe - nur so lange geht´s bei Krippenkindern.

Der Bienenmarkt wurde um 10 Uhr vom Vorstand des Kreisverbandes, Herrn Andy Hewitson, eröffnet. Im Anschluß begrüßte er die Ehrengäste, unseren Umweltminister Herrn Dr. Marcel Huber, unseren Verbandsvorsitzenden Herrn Franz Vollmaier und unsere Honigkönigin Frau Katharina Eder, sowie alle Gäste des Bienenmarktes. Da an diesem Tag herrliches Wetter war, kamen zahlreiche Gäste aus nah und fern zum Bienenmarkt.

Um 11 Uhr hielt der Verbandsvorsitzende Franz Vollmaier einen Vortrag über bienenfreundlichen Anbau in der Landwirtschaft und im Garten, so dass die Versorgung der Bienen sichergestellt ist. Dieses Thema griff dann auch Umweltminister Dr. Marcel Huber in seinem Grußwort auf und berichtete von der Info-Kampagne "Bayern soll wieder blühen", die an alle Bürger, Betriebe und Landwirte gerichtet ist.

Nach den Vorträgen konnten die Gäste dann Mittagessen. Es gab frisch zubereitete Steckerlfische und Schweinebraten und die Bedienungen versorgten die Gäste mit gekühlten Getränken. Nach dem Mittagessen wurden die Ehrungen für den besten Ableger und die beste Körung vorgenommen. Gewonnen haben dieses Jahr für den besten Ableger punktgleich Helmut Stadler und Georg Wendlinger, beide aus Polling. Die Körung gewann Georg Wendlinger aus Polling.

Im Anschluß wurden dann 17 Ableger an Interessenten versteigert. Musikalisch wurde die Veranstaltung von den Rupertibläsern aus Tüßling umrahmt und natürlich gab es auch dieser Jahr wieder zahlreiches Imkerzubehör am Stand von Maria Brandlmaier zu kaufen. Insgesamt gesehen, war es eine sehr schöne, gelungene Veranstaltung und wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Besuchern für ihr Kommen.

 

Referent: Sebastian Grill im Gasthaus Maier/Gallenbach Taufkirchen

Grundwissen über Bienen; wie beginne ich mit der Bienenhaltung

Alle die etwas mehr über Bienen wissen wollen sind herzlich eingeladen. Unser Verein startet heuer auch mit dem "Imkern auf Probe". Bei Fragen einfach vor Ort an ein Vereinsmitglied wenden.

....einfach anhören, anschauen, neugierig sein und fragen...wir freuen uns auf jeden!!             Keine Anmeldung erforderlich

Bei Teilnahme an beiden kostenlosen Kursteilen, (Teil 2 am 18.3.) wird eine Kursbescheinigung ausgestellt.

Nachschau:  Ja....so viele Leute waren da bei unserem Anfängerkurs. Unser Verein war ganz begeistert, auf welch großes Interesse dieser Vortrag stieß. Der Grill Wast erzählte abwechslungsreich und interessant, was man alles über Bienen wissen sollte, was man beachten muss und welche Kosten auf einen Anfänger zukommen. Unser "Jungimkerpate" Helms Hajo stellte sich anschließend vor und erklärte den geplanten Ablauf des Porgramms "Imkern auf Probe" in unserem Verein. Wir freuen uns bereits jetzt auf den Anfängerkurs 2 und hoffen auf ebenso rege Beteiligung.

Heimat für über 300000 Bienen

Im Bild rechts sind Trenkler und Kaltner, die stolzen Besitzer des Bienenhauses dahinter.

Die Junkimker Ferdinand Kaltner und Jörg Trenkler, beide Mitglieder des Imkervereins Taufkirchen, luden zur Standschau nach Gansenöd ein. Kaltner erzählte den Imker-Werdegang der beiden mit sehr informativen Lehrgängen während ihrer "Lehrzeit". "Wir sind jetzt im dritten Lehrjahr", meinte er dazu. Beide haben die Liebe zu den so wichtigen Bienen entdeckt. Gemeinsam wurde ein Bienenhaus gebaut und auf ihren selbstgebauten Dampfwachsschmelzer können sie stolz sein. Eine eigens vor dem Bienenhaus angesäte Blühfläche zeugt von der großen Begeisterung für die Bienen. Auf dem Weg in der Blühfläche wurden Infotafeln angebracht, die auch Nichtimkern die Geschichte des Honigs näher brachten und viele Fragen wurden beantwortet. Kaltner betonte auch, dass eine gute Zusammenarbeit mit den Landwirten eine Stütze für die Imker und ihre Arbeit sei. Ein gemütliches Zusammensitzen bei Kaffee und Kuchen und Leberkässemmeln (die unser Vereinswirt Maier/Gallenbach spendierte) rundete diesen Nachmittag ab.

Den Bienen auf der Spur

Honig, Pollen, Wachs und Propolis - die Kinder interessierte alles

Am ersten Ferienwochenende in Taufkirchen standen auch Bienen und Honig auf dem Programm. Sehr wissbegierige Kinder besuchten die Imkerin Josefa Fill in ihrer Bienenfarm, in der rund 22 Völker mit 40000 bis 50000 Bienen pro Volk beheimatet sind. Sie zeigte den Kindern, wie die kleinen Helfer aus Pollen und Blütennektar den leckeren Honig und das Wachs entstehen lassen. Dabei löcherten nicht nur die Kinder die Imkerin mit Fragen, auch anwesende Mamas und Papas wollten einiges zum Thema "Biene" wissen. Etwas skeptisch probierten die Kinder die Blütenpollen aus den Waben, sie beobachteten genauestens den Hergang bei der Honiggewinnung mit Entdeckelung der Waben und dem Schleudern. Da schmeckte der Honig zum Abschluss natürlich gleich noch viel besser, und so mancher Finger wurde still und heimlich mit dem süßen Produkt beträufelt und abgeschleckt. Für jedes Kind hatte Imkerin Fill ein kleines Probierglas Honig als Geschenk parat.

"Imkern auf Porbe" startet 2018

Begeisterte zertifizierte Jungimker und Neumitglieder sind der Stolz des Vereins

Die Jahreshauptversammlung des Imkervereins gab Zeugnis von den vielen Aktivitäten, zu den besonders erfreulichen zählt die Ausbildung von Jungimkern. An fünf konnte der Vorstand Josefa Fill Jungimkerzertifikate überreichen. Alle haben 15 Kurstage erfolgreich absolviert und wurden zu begeisterten Bienenfreunden. Die Imkerausbildung abgeschlossen haben Renate Niedermeier, Bernd Marczynski, Petra Danner, Josef Danner und Marianne Seidl. Außerdem schlossen sich sechs neue Mitglieder dem Verein an. Schriftführer Konrad Stenger erinnerte im Rückblick unter anderem an den Besuch der Silvesterfeier und den Bienenmarkt in Aham, an die Beteiligung bei weiteren Veranstaltungen. Die Standschau bei Ferdinand Kaltner und Jörg Trenkler war sehr gut besucht. ebenso die monatlichen Stammtische mit aktuellen Vorträgen. Der Kassenbericht von Franz Schatzeder zeigte ein positives Ergebnis auf.  Einstimmig wurde Josefa Fill als Vorsitzende wiedergewählt. Nach 26 Jahren als Stellvertreter stellte sich Albert Hager nicht mehr zu Wahl. Dieses Amt übernimmt Ferdinand Kaltner. Kassier Franz Schaltzeder und Schriftführer Konrad Stenger machen weiter. auch  die Kassenprüfer Anton Erl und Hans Pointl. Als Delegierter für den Kreis löste Bernd Marczynski Fritz Thumser ab. Die Vorsitzende verabschiedete Albert Hager mit einem Geschenkkorb.

Josefa Fill bedankte sich bei Albert Hager, der 26 Jahre das Amt des Stellvertreters inne hatte.

In ihrer Vorschau auf das neue Bienenjahr stellte Fill das Projekt "Imkern auf Probe" vor. Die beiden Anfängerkurse, die Sebastian Grill leitet, finden in Taufkirchen am 7. Februar und 18. März statt. Praktisches Imkern können die begeisterten Jungimker dann mit den erfahrenen Imkern Hajo Helms und Elisabeth Stuiber gemeinsam erarbeiten.

Anton Erl sprach über das Bienenjahr 2017, der Honigertrag fiel gegenüber den letzten Jahren wieder gut aus. Blühende Rapsfelder und Waldtracht bis Anfang August belohnten die Arbeit der Imker. Der Varroamilbenbefall hielt sich in Grenzen. So können starke Bienenvölker eingewintert werden. Bürgermeister Jakob Bichlmaier sprach den Imkern große Wertschätzung und Respekt aus und versprach auch weiterhin die Unterstützung der Gemeinde. Pro Jahr überreicht die Kommune einem Neuimker zum Start ein Bienenvolk.