September

Neues Bienenjahr - Varroa im Blick behalten - Auffütterung - schwache Völker vereinigen

Schon jetzt, mit den Vorbereitungen auf den Winter beginnt das neue Bienenjahr.

Varroa im Blick behalten

Die Wirtschaftsvölker sollten Mitte Juli die erste Varroabehandlung erhalten haben. Bei den extremen Wetterbedingungen dieses Jahr - viele Tage mit deutlich über 30° und dazwischen Temperaturstürze auf 16° - ist der Nassenheider professional Langzeitverdunster mit 60%iger Ameisensäure das Mittel der Wahl. Bei allen anderen Anwendungsarten ist die Verdunstungsmenge kaum mehr zu kontrollieren und bei den hohen Temperaturen Schädigungen an Bienen und Königin zu befürchten. Auch beim Nassenheider ist es notwendig, die Verdunstungsmenge nach den ersten Behandlungstagen zu kontrollieren und bei zu viel Verdunstungsmenge (deutlich mehr als 20 ml pro Tag bei einzargig geführten Völkern) den kleineren Docht zu verwenden.

Spätestens jetzt, Anfang September erfolgtdie zweite Behandlung - 4 Wochen nach Abschluß der ersten.

Auffütterung

Späte Trachtquellen stehen örtlich sehr unterschiedlich zur Verfügung. Springkraut an Bachläufen oder Greeningflächen (Phacelia, Buchweizen) können noch gut honigen. Jetzt müssen noch Winterbienen erbrütet werden, man füttert langsam aber stetig, damit noch Platz für das Brutnest bleibt. Zum Monatsende sollte dann aber das Winterfutter in den Völkern sein, bei einzargiger Überwinterung 12 bis 15 kg.

Das Gewicht wird durch Wiegen ermittelt oder bei der Durchsicht der Anteil an Futter auf den Waben abgeschätzt.

schwache Völker vereinigen

Völker, die jetzt noch keine ganze Zarge besetzen sollten zumindest mit einem Schied eingeengt werden, damit sie die Brutnesttemperatur leichter halten können. Warum ist das Volk schwach? Was sagt die Stockkarte? Oft ist es besser schwache Völker zu vereinigen oder umzuweiseln und zu verstärken.